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Stellingen: Heimat des Hamburger Tierparks

Stellingen ist vor allem als Heimat von Hagenbecks Tierpark bekannt – einem der bemerkenswertesten Zoos weltweit mit über 200 Tierarten auf 19 Hektar.

Stellingen: Heimat des Hamburger Tierparks – Hamburg-Lifestyle

Steckbrief

bezirk
Eimsbüttel
einwohner
ca. 17.000
flaeche_km2
ca. 5
eroeffnung_erstErwaehnung
1907 (Tierpark-Eröffnung)
besonderheit
Hagenbecks Tierpark – erster gitterloser Zoo weltweit

Ein Stadtteil mit weltbekanntem Wahrzeichen

Wenn man in Hamburg von Stellingen spricht, denken die meisten sofort an Hagenbecks Tierpark. Und das zu Recht: Der Zoo prägt den Stadtteil wie kein zweites Bauwerk. Stellingen liegt im Bezirk Eimsbüttel, grenzt an Lokstedt, Niendorf und Eidelstedt und ist über die U-Bahn-Linie U2 gut erreichbar. Der Stadtteil selbst ist ruhig und wohnlich – mit dörflichen Resten und Grünflächen ringsum. Wer Stellingen das erste Mal besucht, ist oft überrascht, wie viel Ruhe und Grün hier mitten in einer Millionenstadt zu finden sind. Der Stadtteil hat sich über Jahrzehnte seinen eigenständigen Charakter bewahrt und bietet neben dem weltbekannten Zoo eine alltägliche Lebensqualität, die viele schätzen.

Hagenbecks Tierpark: Eine kurze Geschichte

Die Geschichte beginnt 1848, als der Fischhändler Gottfried Hagenbeck sechs Seehunde ausstellte. Sein Sohn Carl Hagenbeck übernahm 1866 das Geschäft und baute es zum weltweit größten Tierhandel aus. Carl Hagenbeck war nicht nur Händler, sondern auch Visionär: Er entwickelte völlig neue Vorstellungen davon, wie Tiere gehalten und gezeigt werden sollten. Statt enger Gitterkäfige plädierte er für offene, naturnahe Gehege, in denen sich die Tiere freier bewegen konnten und die Besucher das Tier so erleben sollten, als stünden sie selbst in der Natur. Am 7. Mai 1907 eröffnete Carl Hagenbeck an der heutigen Stelle in Stellingen den weltweit ersten Freiluft-Tierpark ohne Gitter – ein revolutionäres Konzept, das die Zooarchitektur weltweit bis heute beeinflusst hat.

Der Tierpark heute

Heute beherbergt Hagenbecks Tierpark über 200 Tierarten auf 19 Hektar. Ein Wegenetz von rund sechs Kilometern führt durch die verschiedenen Bereiche. Seit 1997 steht der Park unter Hamburger Denkmalschutz. 2007 – genau hundert Jahre nach der Eröffnung – kam das Tropen-Aquarium Hagenbeck als Erweiterung hinzu. Der Zoo befindet sich noch immer in Familienbesitz und wird heute in der fünften Generation von der Familie Hagenbeck geführt. Das Tropen-Aquarium bietet auf rund 7.000 Quadratmetern eine Reise durch tropische Unterwasserwelten und exotische Landschaften und ist damit eine eigenständige Attraktion, die sich ideal mit einem Zoobesuch kombinieren lässt.

Tipps für den Besuch

Wer Hagenbecks Tierpark zum ersten Mal oder nach langer Zeit wieder besucht, sollte ausreichend Zeit einplanen. Das Wegenetz von sechs Kilometern lässt sich kaum in unter drei Stunden vollständig erkunden. Besonders attraktiv sind die Elefanten-Savanne, die Eisbär-Anlage und der Nilpferd-Bereich. Für Familien mit Kindern ist der Streichelzoo ein beliebter Anlaufpunkt. Praktische Hinweise für den Besuch:

  • Am besten an Wochentagen besuchen – an Wochenenden und Schulferien ist der Andrang deutlich größer
  • Anreise per U2 bis „Hagenbecks Tierpark“ empfehlenswert – Parkplätze am Zoo sind begrenzt
  • Das Tropen-Aquarium hat eine separate Eintrittskarte, Kombitickets sind erhältlich
  • Mitgebrachte Speisen und Getränke sind erlaubt – Picknickbereiche vorhanden
  • Der Zoo ist das ganze Jahr geöffnet, auch im Winter mit verkürzten Öffnungszeiten
  • Für Kinder empfiehlt sich die Zoo-Rallye, die es kostenlos an der Kasse gibt

Stellingen als Wohnort

Abseits des Tierparks ist Stellingen ein ruhiger Hamburger Stadtteil mit kleinstädtischem Charakter. Wohnstraßen mit älterem Baumbestand, kleine Grünflächen und eine solide Nahversorgung machen den Ort attraktiv für Familien. Schulen, Kitas, Supermärkte und Arztpraxen sind im Stadtteil vorhanden und gut erreichbar. Der Volkspark, einer der größten Parks Hamburgs, liegt in unmittelbarer Nähe und bietet ausgedehnte Möglichkeiten zum Spazieren, Sport und Erholen. Stellingen hat damit ein Angebot, das über den weltberühmten Zoo weit hinausgeht – für Familien, die in Hamburg eine ruhige und gut angebundene Wohnlage suchen, ist der Stadtteil eine ernstzunehmende Option.

Erreichbarkeit und Infrastruktur

Die U-Bahn-Haltestelle „Hagenbecks Tierpark“ verbindet Stellingen direkt mit dem Hamburger Stadtzentrum. Die Fahrt bis zur Innenstadt dauert je nach Ziel etwa 15 bis 20 Minuten. Mehrere Buslinien ergänzen das Angebot und erschließen auch die Randbereiche des Stadtteils. Die Stadtautobahn A7 ist über die Ausfahrt Stellingen schnell erreichbar, was Stellingen auch für Pendler attraktiv macht. Schulen, Kitas und Einkaufsmöglichkeiten sind im Stadtteil gut verteilt und gehören zum soliden Grundangebot, das Stellingen für Familien attraktiv macht.

Das macht Stellingen besonders

  • Hagenbecks Tierpark – erster gitterloser Zoo der Welt (eröffnet 1907)
  • Über 200 Tierarten auf 19 Hektar Parkfläche mit sechs Kilometern Wegenetz
  • Denkmalgeschützt seit 1997, noch immer in Familienbesitz (fünfte Generation)
  • Tropen-Aquarium Hagenbeck seit 2007 als eigenständige Attraktion
  • Direkte U2-Anbindung an die Hamburger Innenstadt
  • Nähe zum Volkspark für weitere Naherholung und Sport

Häufige Fragen

Wann wurde Hagenbecks Tierpark in Stellingen eröffnet?
Hagenbecks Tierpark wurde am 7. Mai 1907 eröffnet – als weltweit erster Freiluft-Tierpark ohne Gitterstäbe.
Wie viele Tierarten gibt es im Tierpark Hagenbeck?
Im Tierpark Hagenbeck leben über 200 Tierarten auf einem Gelände von 19 Hektar mit rund sechs Kilometern Wegenetz.
Wie kommt man nach Stellingen?
Die U-Bahn-Linie U2 hält direkt an der Station „Hagenbecks Tierpark“ und verbindet Stellingen mit der Hamburger Innenstadt.