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Hagenbecks Tierpark: Mehr als ein Zoo

Seit 1907 begeistert Hagenbecks Tierpark in Stellingen Besucher aus aller Welt mit gitterlosen Gehegen, die einst eine Revolution in der Zoogeschichte auslösten.

Hagenbecks Tierpark: Mehr als ein Zoo – Hamburg-Lifestyle

Der erste gitterlose Zoo der Welt

Carl Hagenbeck war seiner Zeit weit voraus. Als er 1907 seinen Tierpark in Hamburg-Stellingen eröffnete, brach er mit allem, was bis dahin als selbstverständlich galt: Statt enger Gitterkäfige schuf er weitläufige Panoramagehege, in denen Tiere und Landschaft eine Einheit bilden. Die legendäre „Löwenschlucht“ war die erste gitterlose Raubtier-Freisichtanlage der Welt – ein Konzept, das seither von Zoos auf allen Kontinenten kopiert wurde. Hagenbeck gilt bis heute als Pionier der modernen Tierhaltung. Sein Ansatz, Tiere in möglichst naturnahen Umgebungen zu zeigen und Besucher ohne trennende Gitter nah an die Tiere heranzuführen, war zu seiner Zeit eine Sensation und ist es in seiner konsequenten Umsetzung bis heute. Die Familie Hagenbeck führt den Tierpark als Privatunternehmen – er ist damit einer der wenigen großen Zoos weltweit, der nie in städtische Hand übergegangen ist.

Was dich im Park erwartet

Auf dem weitläufigen Gelände erlebst du förmlich verschiedene Kontinente. Afrikanische Savanne, asiatische Tropenwelt, arktische Landschaften – der Park ist so angelegt, dass die natürlichen Lebensräume der Tiere möglichst gut nachgeahmt werden. Besonders beliebt sind die Elefanten, Giraffen, Eisbären und das Tropenaquarium, das eine eigene Welt für sich darstellt. Die Elefantenherde gehört zu den ältesten kontinuierlich geführten Zuchtgruppen in Europa, und die Eisbären-Anlage ermöglicht Unterwassereinblicke durch verglaste Scheiben. Das Tropenaquarium ist ein separater Bereich des Parks mit Reptilien, Amphibien, tropischen Fischen und einer begehbaren Mangroven-Anlage – ein faszinierender Kontrast zu den Freigeländen draußen.

Tipps für den Besuch mit Kindern

Mit Kindern lohnt es sich, früh zu kommen – am Morgen sind viele Tiere aktiver und die Wege noch nicht überfüllt. Plant mindestens vier bis fünf Stunden ein, um den Park entspannt zu erkunden. Auf dem Gelände gibt es mehrere Spielbereiche sowie Gastronomie, sodass auch Pausen angenehm werden. Besonders empfehlenswert ist es, vorab die Fütterungszeiten auf der Website zu checken und den Tagesablauf grob danach auszurichten. Die Elefantenfütterung und die Seelöwendarbietungen gehören zu den Höhepunkten, die Kinder begeistern. Denk außerdem daran, dass Kleinkinder schnell müde werden – eine kurze Verschnaufpause auf einer der zahlreichen Bänke im Grünen bringt neue Energie für die zweite Parkhälfte.

  • Frühzeitig anreisen, Parkplätze sind begrenzt – besser mit der U-Bahn (U2, Haltestelle Hagenbecks Tierpark)
  • Tickets online kaufen spart Zeit an der Kasse und ist häufig minimal günstiger
  • Das Tropenaquarium ist im regulären Eintritt nicht immer enthalten – vor dem Kauf prüfen, ob ein Kombi-Ticket sinnvoll ist
  • Fütterungszeiten auf der Website nachschauen und in die Tagesplanung einbauen
  • Eigene Verpflegung ist erlaubt und spart bei Familienbesuchen spürbar Kosten
  • Kinderwagen sind problemlos möglich, der Park ist weitgehend barrierefrei angelegt

Eintritt und Öffnungszeiten

In der Hauptsaison (März bis Oktober) ist der Tierpark täglich ab 9 Uhr geöffnet, die Schließung variiert je nach Saison und Tageslichtverhältnissen. Der reguläre Eintritt liegt bei rund 29 Euro für Erwachsene und 19 Euro für Kinder; in der Nebensaison (November bis Februar) gibt es vergünstigte Preise und kürzere Öffnungszeiten. Aktuelle Tarife und eventuelle Sonderveranstaltungen findest du immer auf hagenbeck.de. Familienkarten werden angeboten und können bei größeren Gruppen deutlich günstiger sein als Einzelkarten. Jahreskarten lohnen sich für Hamburg-Bewohner, die den Park mehrfach im Jahr besuchen möchten.

Anreise und Umgebung

Der Park ist mit der U-Bahn ideal erreichbar – die Station „Hagenbecks Tierpark“ der Linie U2 liegt direkt vor dem Haupteingang, der Fußweg beträgt kaum eine Minute. Mit dem Auto gibt es Parkplätze in der Umgebung, die aber besonders an Wochenenden und in den Schulferien schnell belegt sind. Rund um den Park findest du ruhige Wohnstraßen im Stadtteil Stellingen, und nach dem Besuch lohnt sich ein kurzer Spaziergang oder die Weiterfahrt in Richtung Eimsbüttel, das nur wenige U-Bahn-Stationen entfernt liegt und gute Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten bietet.

Warum Hagenbeck einzigartig bleibt

In einer Zeit, in der Zoos zunehmend in der Kritik stehen, setzt Hagenbeck auf eine Philosophie der Naturnähe, die schon über ein Jahrhundert alt ist. Die großzügigen Freiflächen, die liebevoll gestalteten Anlagen und die besondere Hamburger Atmosphäre machen diesen Park zu einem Ort, der sich von anderen Zoos deutlich abhebt. Zucht- und Artenschutzprogramme für gefährdete Tierarten sind fester Bestandteil der Arbeit des Tierparks; Hagenbeck arbeitet dabei mit internationalen Zooverbänden zusammen. Wer Hamburg besucht, sollte dieses Original nicht verpassen – und wer hier aufgewachsen ist, kennt den Park oft als einen jener Orte, die zum Stadtgefühl fest dazugehören.

Häufige Fragen

Wie komme ich zum Tierpark Hagenbeck?
Am einfachsten mit der U-Bahn: Die Linie U2 hält direkt an der Station Hagenbecks Tierpark, von der du den Eingang in wenigen Minuten erreichst.
Was kostet der Eintritt in Hagenbecks Tierpark?
In der Hauptsaison zahlen Erwachsene rund 29 Euro, Kinder rund 19 Euro. In der Nebensaison gibt es günstigere Tarife. Die aktuellen Preise findest du auf hagenbeck.de.
Ist der Tierpark auch für Kleinkinder geeignet?
Ja, der Park ist weitgehend barrierefrei und für Kinderwagen gut geeignet. Es gibt Spielbereiche und Gastronomie auf dem Gelände, sodass auch die Jüngsten einen schönen Tag erleben.