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Weihnachtsmärkte am Rathausmarkt & Umgebung

Der historische Weihnachtsmarkt am Hamburger Rathausmarkt verwandelt die Innenstadt jedes Jahr in ein stimmungsvolles Winterdorf mit über 80 Hütten, eigenem Bio-Glühwein und einem fliegenden Weihnachtsmann.

Weihnachtsmärkte am Rathausmarkt & Umgebung – Hamburg-Lifestyle

Der Klassiker: Historischer Weihnachtsmarkt am Rathausmarkt

Wenn im November die ersten Lichterketten an der prachtvollen Fassade des Hamburger Rathauses funkeln, beginnt die schönste Zeit des Jahres in der Hansestadt. Der historische Weihnachtsmarkt am Rathausmarkt gilt als einer der schönsten und ältesten Hamburgs. Über 80 aufwendig gestaltete Holzhütten verteilen sich rund um den zentralen Platz und bieten Kunsthandwerk, Weihnachtsschmuck und regionale Spezialitäten an. Geöffnet ist der Markt jedes Jahr vom letzten Montag im November bis zum 23. Dezember, täglich von 11 bis 21 Uhr. Die neugotische Rathaushausfassade bildet dabei eine majestätische Kulisse, die im Lichterschein der unzähligen Lämpchen regelrecht zu leuchten scheint und Besucher aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland anzieht. Was diesen Markt von vielen anderen unterscheidet, ist sein konsequenter Fokus auf echtes Handwerk und lokale Anbieter: Massenware aus dem Großhandel ist hier nicht zu finden, stattdessen setzen die Organisatoren auf Aussteller, die ihre Waren selbst herstellen oder vertreiben — ein Qualitätsmerkmal, das den Rathausmarkt zum idealen Ort für durchdachte Weihnachtsgeschenke macht.

Glühwein, Punsch und Leckereien

Das flüssige Herzstück des Markts ist der eigens entwickelte Rathausmarkt-Glühwein — ein Bio-Rotwein eines Pfälzer Winzers, der nach einer speziell für diesen Markt kreierten Rezeptur hergestellt wird. Wer lieber Alkoholfreies trinkt, findet Kinderpunsch, heißen Kakao und verschiedene Tees. Zu den kulinarischen Highlights zählen außerdem gebrannte Mandeln, Reibekuchen und frisch gebackene Waffeln. Wer sich durch das Angebot probieren möchte, sollte etwas Zeit einplanen: Die Hütten sind unterschiedlich spezialisiert, und neben den Standards finden sich oft auch besondere Spezialitäten kleiner Anbieter, die man anderswo nicht bekommt. Für die wärmenden Speisen sind Marktbesucher bei Reibekuchen mit Apfelmus oder Gulaschsuppe in einem Brotlaib gut beraten. Auch regionale Käsespezialitäten, norddeutsche Räucherwaren und Honigprodukte aus der Umgebung gehören zum Warenangebot mancher Hütten — wer nach Mitbringseln aus Hamburg sucht, wird hier fündig, ohne in ein Tourismusgeschäft gehen zu müssen.

Highlights und Attraktionen

Eines der beliebtesten Spektakel ist der fliegende Weihnachtsmann, der in Begleitung von Rentieren in der Abenddämmerung über den Marktplatz gleitet und Kinder wie Erwachsene gleichermaßen begeistert. Kunsthandwerker aus ganz Deutschland präsentieren hier echtes Handwerk: Holzschnitzereien, mundgeblasenes Glas, Töpferwaren und Schmuck. Das Warenangebot hebt sich damit spürbar von rein kommerziellen Märkten ab und macht den Rathausmarkt zu einem lohnenden Ziel auch für gezielte Geschenkeeinkäufe. Abends, wenn die Dunkelheit einsetzt und die Lichtinstallationen am Rathaus erstrahlen, erreicht die Stimmung auf dem Markt ihren Höhepunkt. Für Familien mit Kindern gibt es in der Regel auch eine kleine Bühne, auf der in der Vorweihnachtszeit Märchen- und Musikprogramme stattfinden — der genaue Spielplan wird alljährlich auf der offiziellen Marktwebsite veröffentlicht.

Weitere Weihnachtsmärkte in der Innenstadt

Wer mehrere Märkte an einem Abend verbinden möchte, hat in der Hamburger Innenstadt beste Chancen. Im Umkreis von wenigen Gehminuten liegen der Märchenmarkt auf der Mönckebergstraße sowie der Weihnachtsmarkt auf der Spitalerstraße. Wer etwas weiter läuft, erreicht den Weihnachtsmarkt an den Fleeten in der Altstadt — besonders abends, wenn die Fachwerkfassaden beleuchtet sind, ein absoluter Geheimtipp. Für Liebhaber des Besonderen lohnt außerdem ein Ausflug zum Weihnachtsmarkt am Michel oder zum Winterdom auf dem Heiligengeistfeld, der mit seinen Fahrgeschäften und dem festlichen Ambiente eine ganz eigene Atmosphäre bietet. Wer Hamburg an den Weihnachtstagen besucht, kann so an einem einzigen Tag vier oder fünf völlig unterschiedliche Marktcharaktere erleben — von historisch-traditionell bis modern und international — ohne dabei weite Wege zurückzulegen.

  • Am besten unter der Woche und nachmittags besuchen — Wochenenden und Abende sind sehr voll.
  • Mit dem HVV anreisen: U3 oder U1 bis Station Jungfernstieg oder Rathaus, von dort zu Fuß in zwei Minuten.
  • Bargeld mitnehmen — nicht alle Hütten akzeptieren Kartenzahlung.
  • Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen finden den Rathausmarkt gut zugänglich, da der Platz eben ist.
  • Der Markt ist kostenlos zugänglich, lediglich Speisen und Getränke kosten.
  • Günstigere Parkoptionen gibt es in der Tiefgarage Gänsemarkt, der Fußweg zum Markt ist kurz.

Stimmung, Atmosphäre und Geheimtipps

Was den Rathausmarkt von vielen anderen Weihnachtsmärkten unterscheidet, ist das beeindruckende Ambiente: Die neugotische Rathaushausfassade bildet eine majestätische Kulisse, die im Lichterschein der unzähligen Lämpchen regelrecht zu leuchten scheint. Auch nach dem offiziellen Ende um 21 Uhr halten sich viele Besucher noch auf dem Platz auf und genießen die Stimmung. Wer gerne fotografiert, sollte die blaue Stunde kurz nach Sonnenuntergang nutzen: Zu diesem Zeitpunkt leuchtet das Rathaus besonders schön, und die Menschenmassen sind meist noch nicht auf ihrem Abendmaximum. Ein Geheimtipp für Ortskundige ist der Besuch kurz nach der Eröffnung in der ersten Marktwoche — dann ist der Andrang noch überschaubar und die Hüttenbetreiber haben noch volle Regale.

Nachhaltig feiern auf dem Weihnachtsmarkt

Der Rathausmarkt setzt in den letzten Jahren zunehmend auf nachhaltige Konzepte. Der Bio-Glühwein ist dabei nur der bekannteste Aspekt. Auch bei Verpackungen und Mehrwegbechern gibt es Fortschritte: Wer seinen Glühwein im mitgebrachten eigenen Becher trinkt, erhält bei manchen Ständen einen kleinen Preisnachlass. Handwerkliche Produkte aus der Region haben einen deutlich besseren ökologischen Fußabdruck als importierte Massenware, und wer beim Einkaufen gezielt danach fragt, woher Produkte stammen und wie sie hergestellt wurden, wird auf dem Rathausmarkt häufig mit ehrlichen und überzeugenden Antworten belohnt. Der Weihnachtsmarkt ist damit nicht nur ein Ort der Geselligkeit, sondern auch ein Ort, an dem bewusstes Einkaufen und echtes Handwerk sichtbar werden.

Häufige Fragen